Samstag, 31. August 2013

♥-Teil 9:-♥ Julia 

Warum verstand ER mich nicht?, ich hatte einfach große Angst, dass ihm etwas zustoßen könnte, wenn er mit meinem geistig-kranken Ex redet. Ich wollte doch einfach nur sein Bestes. Ich meine, er denkt vielleicht, dass es eine gute Idee ist, mit Max zu reden und er denkt bestimmt auch, dass Max dann aufhört- aber das macht er eh nicht.
Mir kam eine Idee: Warum redete ich nicht selbst mit Max? Genau, das wäre bestimmt die beste Lösung, damit Julian nichts zustößt und dass er beruhigter ist. Ich nahm mein Handy zur Hand und wählte Max‘ Nummer. 

Nachdem das Handy zweimal geklingelt hatte, hob Max ab. „Ja?“, fragte er. „Hier spricht Julia“, sagte ich ängstlich. „Ach, Julia“, sagte er in seiner schmierigen Stimme und mir wurde schlecht. „Ähm ja.., ich wollte fragen, ob wir uns treffen können.“
„Na klar, Süße, mit Dir treffe ich mich immer gerne.“
„Okay“, sagte ich nur. „Komm in einer Stunde zum alten Dorfplatz" und legte auf.

Ich hatte so Angst, dass er mich angrapschen würde oder anderes, aber ich musste da durch. Ich würde so gerne mit jemandem da hin gehen, der mir nahe stand, aber ich wusste nicht, mit wem ich gehen sollte. Mit Julian wollte ich nicht gehen, da ich Angst hatte, dass Max ausrastet, wenn er ihn sehen würde, aber alleine gehen wollte ich auch nicht. Da kam mir eine Idee. Ich griff nach meinem Handy und wählte Lina's Nummer.„Ja?“, hörte ich Lina ins Telefon sagen. „Hi, ich bin’s. Julia.“ 
„Aaah, von dir hör ich ja auch mal wieder was. Wolltest du nicht nach deinem Treffen mit Julian anrufen und mir berichten?“, fragte sie nach.
„Upps, sorry, Süße. Das habe ich voll vergessen.“
„Dann will ich es jetzt aber wissen“, drängelte sie neugierig.
„Das Date mit Julian war total toll. Er war so süß zu mir, wir sind im Park spazieren gegangen und sind uns dabei immer näher gekommen. Seit diesem Tag sind wir zusammen“, erzählte ich aufgeregt.
„Oh mein Gott, Julia. Ich freu‘ mich so für euch 2! Ihr passt so gut zusammen und gebt ein super Paar ab.“ „Danke“, sagte ich glücklich.
„Aber ich habe eigentlich wegen was anderem angerufen“, sagte ich ernst.
„Okay? Was ist denn los?“, fragte sie aufgeregt.
Ich zögerte, weil ich nicht genau wusste, wie ich es ihr sagen sollte, weil ich nicht wollte, dass sie sich so viele Sorgen um mich machte.
„Also“,fing ich an. „Du weißt doch, dass mich Max immer so belästigt hat. Da mir das ziemlich an die Nieren geht, möchte ich mit ihm Tacheles reden, dass er mich endlich in Ruhe lässt. Aber ich habe Angst, dass er mir wieder wehtut oder mir sogar Schlimmeres antut. Deshalb wollte ich fragen, ob du mitkommen könntest.“

„Trefft ihr euch oder wie?“, fragte sie überrascht, aber aus ihrer Stimme war zu hören, dass sie sich große Sorgen machte.
„Ja“, antwortete ich. „Jetzt gleich. Kannst du bitte vorbeikommen?“
„Klar, ich bin in 10 Minuten da“, sagte sie und legte auf. 
Ich war gerade dabei, mich fertig zu machen, als es an der Tür klingelte. Das musste Lina sein, deshalb ging ich (nur in Unterwäsche und einem längeren T-Shirt bekleidet zur Tür). So wollte ich natürlich nicht weggehen, aber Lina war ja schließlich meine beste Freundin und ich hatte kein Problem damit, ihr so gegenüber zu treten. Lächelnd öffnete ich die Tür und breitete meine Arme aus, um Lina zu umarmen. Aber es war nicht Lina, die da vor mir stand.
„Hey Süße, du hast mich bestimmt schon sehnsüchtig erwartet oder?“, sagte Max und grinste mich frech an und mir lief es eiskalt den Rücken hinunter. 
„Max. Zwischen uns ist es aus. Ich wollte lediglich mit dir reden“, erwiderte ich und versuchte ruhig zu bleiben doch mein Herz pochte wie verrückt und ich zitterte wie verrückt. 
„Wirklich nur reden? Warum nicht mehr?“, fragte er verwundert. „Ich weiß doch, wie sehr du auf mich stehst.
„Ich weiß ganz ehrlich nicht, von was du nachts träumst und auf welchem Stand du stehen geblieben bist, Max. Aber wir sind schon lange nicht mehr zusammen, ich liebe Dich nicht mehr. Falls du es vielleicht gemerkt hast: Ich habe einen neuen Freund. Den ich über alles liebe. Lass mich Dir jetzt sagen, was ich Dir zu sagen habe und dann kannst du gehen.“
Ich bemerkte, dass er mich mit seinen dunklen Augen fixierte und ich wusste, was in ihm vorging. „Vergiss es“, sagte ich einfach nur. „Jetzt lass mich anfangen.“
„Also, ich sehe keinen Grund darin, dass du mich immer wieder belästigst, und das geht mir auch ziemlich auf die Nerven. Lass mich einfach in Ruhe. Ich will nichts von dir. Lass mich und meinen Freund einfach in Ruhe glücklich sein und unser Leben leben. Du hast in unserer Beziehung nichts zu verloren“, sagte ich und versuchte ruhig zu bleiben.“

„Du bist doch nur mit dem Typen zusammen, um mich eifersüchtig zu machen, dass ich zurückkomme. Weil du mich noch liebst“, sagte er dreist und ohne zu zögern. Auf einmal klingelte es. „Hoffentlich ist das Lina oder Julian“- betete ich. „Öhm. Es hat gerade geklingelt- ich geh mal aufmachen“, sagte ich und wollte gerade zur Tür gehen, um sie zu öffnen, als mich Max fest am Handgelenk packte. „Auu. Lass mich los, Max!“, schrie ich, so laut ich konnte. „Niemals“, sagte er dreist. „Du gehörst von nun an für immer mir!"“, sagte Max, zog mich an sich heran und küsste mir intensiv auf die Lippen, als Julian plötzlich hinter uns stand und mir fiel ein Stein vom Herzen. „Julian.“- bettelte ich. „Bitte hilf mir, Max dreht gerade wieder durch.“
„Lass sofort deine dreckigen Finger von ihr du Bastard!“, brüllte Julian Max an und riss Max von mir.
„Halt dich da raus du Wixxer! Das geht Dich nichts an!“, konterte Max und scheuerte meinem Freund eine, sodass er nach hinten von der Treppenstufe rutschte und mit dem Kopf auf den harten Stufen knallte. Ich realisierte langsam, dass Julian sich nicht mehr bewegte. Es bildete sich ein riesiger Kloß in meinem Hals, weil ich wusste: Ich war Schuld, dass Julian dies passiert war.
„Schatz? Schatz? Kannst du mich hören?“, sagte ich verzweifelt, in der Hoffnung, dass Julian antworten würde. 

Aber er tat es nicht. „Du bist so ein Arsch, Max!“, schrie ich und war kurz davor, die Kontrolle zu verlieren. Panisch beugte ich mich zu meinem Freund hinunter. „Schatz, Julian. Bitte wache auf. Ich will Dich nicht verlieren“, bettelte ich. Doch Max zog mich von ihm weg. „Was willst du denn mit dem? Der ist voll das Weichei. Siehste ja. Der kann sich ja noch nicht mal wehren.“ „Nimm‘ das zurück!“, fauchte ich ihn an. „Du hast keine Ahnung davon, wie man ein Mädchen behandelt. Julian dagegen schon. Er macht mich tausendmal glücklicher, als du es getan hast.“

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen