Montag, 19. August 2013

♥-Teil 1- ♥  Julia

Es war der Wecker, der mich aus meinem Schlaf erwachen ließ. Müde streckte ich mich und machte mich hastig fertig für die Schule. Heute war der große Tag- ich würde meinem Schwarm Julian endlich meine Liebe gestehen. Als ich in der Schule ankam, saß er bereits an seinem Platz, und als ich in ihn sah, verlor ich mich mal wieder in mir selbst. „Julia?“, sagte meine Lehrerin plötzlich, „setzt du dich bitte hin, ich möchte mit meinem Unterricht beginnen.“ „Aber natürlich, entschuldigen Sie bitte“, sagte ich beschämt und setzte mich auf meinen Platz und der Unterricht begann. Ich war jedoch total von Julian abgelenkt und konnte dem Unterricht gar nicht richtig folgen. In Gedanken malte ich mir aus, wie unser Gespräch denn ablaufen würde und wie er reagieren würde. Liebte er mich auch? Oder eine andere?- Ach, komm schon, Julia, sagte ich zu mir selbst, so ein hübscher Junge will bestimmt nichts von so einer hässlichen Tussi, wie von dir. Viel zu schnell ging der Schultag rum und die entscheidende Zeit war gekommen. Schnell und nervös packte ich meine Sachen zusammen, um Julian vor dem Gebäude abzufangen, doch ich war so in Gedanken, dass mir meine gesamten Schulsachen auf den Boden fielen. Plötzlich hörte ich eine vertraute Stimme hinter mir. „Julia, soll ich dir vielleicht helfen?“- es war die Stimme von Julian. Ähm, ja das wäre sehr nett von dir, sagte ich schüchtern und blickte auf den Boden. „Natürlich mach ich das“, erwiderte er, und mein Herz fing stark zu pochen an, vor Aufregung. Gemeinsam räumten wir die Sachen in meine Tasche, wobei sich unsere Hände immer mal wieder streiften. Mein Bauch kribbelte wie verrückt und Julian sah mir tief in die Augen. Ach komm schon Julia, das ist Zufall, er will nur nett sein und dir helfen, das ist alles. Als wir fertig waren, bedankte ich mich bei ihm und wir liefen gemeinsam aus dem Gebäude. 


Auf dem Nachhauseweg konnte ich nicht mehr aufhören zu lächeln. Ich war so überrascht, dass Julian so hilfsbereit mir gegenüber gewesen war. „So schlimm kann er dich also gar nicht finden“- jubelte mir mein Unterbewusstsein zu. „Julia!“, rief plötzlich eine vertraute Stimme und riss mich aus meinen Gedanken. Ich drehte mich um und erblickte Julian hinter mir. „ja?“, fragte ich verwundert. „Ich wollte Dich fragen, ob du dich heute mit mir treffen willst. „Gerne“, antwortete ich glücklich, „Um wie viel Uhr könntest du denn?“. „So
um halb 3 im Park?“ fragte er unsicher. „Ok, einverstanden, bis dann.“ Schnell lief ich nach Hause und machte mich fertig. Ich schminkte mich dezent und zog mir ein weißes Blümchenkleid und beige Ballerinas an. Anschließend trug ich mir mein Lieblingsparfum auf und ging aus dem Haus. Im Kopf ging ich nochmal die Worte durch, die ich zu Julian sagen wollte. „Julian, ich muss dir etwas gestehen. Ich finde dich schon immer toll und finde deine Art einfach toll. Ich glaube, ich habe mich in Dich verliebt.“ Ich war so in meine Gedanken vertieft, dass ich gar nicht bemerkte, dass ich schon da war.

„Hi, danke, dass du gekommen bist“, hörte ich Julian sagen. „Ich muss mich für deine Einladung bedanken“, erwiderte ich. „Ach Quatsch“- sagte Julian, „was wollen wir machen, auf was hättest du Lust?“. „Mhm, ich fände es cool, wenn wir hier im Park spazieren gehen könnten, natürlich nur, wenn du Lust hast, erwiderte ich. Julian stimmte begeistert zu und wir machten uns auf den Weg zum Park. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen