Sonntag, 29. September 2013

Teil 15- Alex

Jetzt waren sie weg. Eigentlich wäre das jetzt die größte Chance meines Lebens. Ich war mit Lina alleine und konnte so mit ihr leichter ins Gespräch kommen. Ich hatte Lina schon immer als sehr nett empfunden, aber ich hatte immer Angst gehabt, mit ihr ein ernsthaftes Gespräch aufzubauen. Die wenigen Male, als wir uns gesehen haben, haben wir nicht mehr als 3 Sätze getauscht. Warum, weiß ich eigentlich auch nicht, denn ich war schon länger an ihr interessiert gewesen, hatte aber immer Angst gehabt, den ersten Schritt zu machen.
Aber jetzt war es endlich so weit, und ich nahm mir fest vor, diese Chance zu nutzen.
Aber wie konnte ich am besten anfangen, um mit ihr ins Gespräch zu kommen?
Deshalb fing ich an: „Woher kennst du Julia eigentlich?“
Schüchtern lächelte sie mich an und erzählte mir darauf, dass sie sich schon sehr lange kannten, seit ihrer Kindheit waren sie beste Freundinnen und waren seitdem unzertrennlich. Wir wurden mit der Zeit immer offener und ich stellte fest, dass wir uns total gut verstanden. Das machte mir großen Mut.
„Hast du Lust auf einen Spaziergang?“, fragte ich sie und ich hoffte so sehr, dass sie nicht abblocken würde, aber ich glaubte irgendwie fest dran, dass sie auch Lust hatte.
„Klar, warum nicht?“, fragte sie mich.
Und so machten wir uns auf den Weg nach draußen. Wir liefen nebeneinander her und unterhielten uns über dies und jenes und ich hatte irgendwie das Gefühl, dass sie mich mochte. Vielleicht war es auch einfach nur Hoffnung. Aber ich meine, würde sie mich nicht mögen, hätte sie bestimmt nicht zugestimmt, mit mir einen Spaziergang zu machen. 
Nach einiger Zeit merkte ich, dass Lina ihre Arme um sich geschlungen hatte. 
„Ist dir kalt?“, fragte ich sie. Erst jetzt merkte ich, dass sie keine Jacke anhatte und sie bibberte.
„Ja, schon ein bisschen“, erwiderte sie.
„Komm“, sagte ich und zog meine Jacke aus. „Zieh meine Jacke an, dann wird’s dir wieder warm“, sagte ich zu ihr und reichte ihr meine Jacke. „Danke“, erwiderte sie und zog sich meine Jacke über. „Das ist echt nett von dir.“

„So was ist doch selbstverständlich“, winkte ich ab. „Mach dir keine Gedanken“, sagte ich und lächelte sie an. 
„Was machst du so in deiner Freizeit?“, fragte ich sie.
„Ich tanze und skate und du?“, fragte sie mich.
„Ich skate auch und spiele Handball“, erwiderte ich.
Sie skatete auch? Das war ja cool. Vielleicht könnten wir ja mal gemeinsam skaten gehen.
„Skatest du in einem Verein oder machst du das einfach, wie du Lust hast?“, fragte ich sie interessiert.
„Ich mache das sehr regelmäßig, bin aber nicht in einem Verein oder Ähnliches“, antwortete sie mir.
„Hast du vielleicht mal Lust, zu zweit skaten zu gehen?“, fragte ich sie und mein Herz pochte wie verrückt, doch ich versuchte so lässig wie möglich zu klingen. 
Doch sie konnte mir nicht mehr antworten, da im selben Moment Julia und Julian auf uns zu gelaufen kamen und unser Gespräch unterbrachen.
„Wo wart ihr? Wir haben uns solche Sorgen um euch gemacht“, sagte Julia besorgt.
„Wir haben uns nur dazu entschlossen, etwas an die frische Luft zu gehen, weil es drinne so warm war“, sagte ich und war ein wenig traurig darüber, dass die beiden jetzt genau in diesem Moment gekommen waren. Das wäre eben die größte Chance gewesen, Lina näher zu kommen.

 „Kommt, lasst uns noch ein wenig weitergehen“, schlug ich vor.
„Klar, gute Idee“, stimmte mir Lina zu und auch die anderen waren begeistert.
Ich sah Lina ganz genau an, dass sie mir eigentlich eine Antwort auf meine Frage geben wollte, aber jetzt, nachdem die anderen da waren, zu schüchtern dazu war. 
„Schatz?“, hörte ich Julia zu ihrem Freund Kumpel sagen. „Hast du kurz Zeit?“
„Klar, Süße“, stimmte Julian ihr zu. „Wir sind gleich wieder da.“
Und so gingen die beiden wieder weg und ich wartete für einen kurzen Augenblick, und da antwortete mir Lina auch schon: „Ja, Alex, ich hätte Lust mich mit dir zu treffen. Ich finde dich sehr nett und würde dich gerne besser kennenlernen.“
„Wirklich?“, fragte sie mich und klang dabei so erleichtert und glücklich. Aber das bildete ich mir eh nur ein. Sie sagte bestimmt nur aus reiner Höflichkeit nicht ab.
„Ja, ich meine das ernst, sonst würde ich dich ja nicht fragen“, sagte ich und schaute ihr in ihre wunderschönen Augen.
Ich war so erleichtert, dass wir uns so gut verstanden, ich meine, immerhin war sie die beste Freundin von meinem Freund seiner Freundin. Und gut sah sie auch aus. Ich hoffte so sehr, dass wir künftig mehr Kontakt haben würden.„Hast du morgen um 15 Uhr Zeit?“, fragte ich sie schnell.
„Ja, treffen wir uns bei dir und fahren dann los?“, fragte sie mich.
„Klar, ich freu mich“, erwiderte ich glücklich und umarmte sie.
„Wollen wir weitergehen?“, fragte Julia uns.
„Klar“, sagte ich nur knapp. Ich war enttäuscht und wütend. Gerade hatte ich mich mit Lina so gut verstanden und wir waren uns schon näher gekommen und dann tauchen die beiden auf und Lina wurde mir gegenüber wieder abweisender. Ich sah ihr an, dass sie unsicher war. Genauso wie ich.

Samstag, 28. September 2013

♥-Teil 14: Julian-♥ 

Der Film war genial. Ich liebte Horrorfilme über alles und ich fand es so unglaublich süß, dass Julia immer näher an mich heranrückte, um bei mir Schutz zu suchen. „Hast du Angst, Süße?“, fragte ich sie etwas besorgt.
„Nein, ich finde, dass der Film gar nicht so schlimm ist, wie ich erwartet hatte“, sagte sie erleichtert.
„So soll das sein“, erwiderte ich. „Außerdem bin ich ja auch bei dir und beschütze Dich“, flüsterte ich ihr ins Ohr, worauf sie sich an mich lehnte und ihren Kopf auf meine Brust legte. Einige Zeit später war sie eingeschlafen.
Gedankenverloren schaute ich den Film weiter und ertappte mich ab zu dabei, wie ich ihr sanft durch ihre wunderschönen, braunen Haare fuhr.
Kurze Zeit später öffnete sie wieder ihre wunderschönen, blauen Augen und lächelte mich glücklich an.
„Schatz?“, fragte ich sie vorsichtig.
„Ja?“, erwiderte sie auf meine Frage.
„Es ist schon sehr spät und ich will dich nicht gerne alleine nach Hause schicken. Denkst du, deine Mutter würde es erlauben, dass du bei mir übernachtest? Oder hast du dazu überhaupt Lust?“, fragte ich sie und hoffte so sehr, dass sie zusagen würde.
„Also ich finde diese Idee toll, denkst du, dass es für deine Eltern in Ordnung wäre?“, fragte sie mich und ich merkte, wie sehr sie auf ein „ja“ hoffte.
„Natürlich, sonst würde ich dich ja nicht fragen“, sagte ich lächelnd.
„Aber ich hab‘ ja jetzt gar keine Schlafsachen dabei..“, fing sie an.
„Du kannst was von meinen Sachen haben“, sagte ich und lächelte sie an.
„Das wäre super nett, danke“, sagte sie erleichtert. „Ich kann ja jetzt mal meine Mum anrufen und sie fragen, ob das in Ordnung wäre“, schlug sie mir vor.
„Ja, mach das. Das Telefon steht im Büro.“
„okay, danke Süßer“, sagte Julia und gab mir einen Kuss auf die Backe. 
Kurze Zeit später kam meine Freundin freudestrahlend zurück ins Wohnzimmer. „Und?“, fragte ich neugierig.
„Ich darf!“, jubelte sie und umarmte mich fest.„Das freut mich. Die Zeit wird bestimmt megaschön“, sagte ich glücklich und malte mir bereits die schönsten Momente unseres Abends aus.
„Mit dir kann es ja nur schön werden“, sagte sie lächelnd und schmiegte sich an mich.
„Ich hab irgendwie keine Lust mehr, auf den Film“, sagte Alex schlagartig. Wollen wir vielleicht noch ein bisschen durch die Luft spazieren? Hier ist es so unglaublich stickig“, sagte er. Das liegt an euch“, sagte er und grinste mich und meine Freundin an.
„Du und Lina könntet es hier drin noch „stickiger“ machen, als es eh schon ist“, neckte ich ihn, worauf Lina leicht errötete. 
Sie ihren Kopf schlagartig ein Stück auf die Seite, aber ich hatte es genau gesehen. Sie mochte ihn also auch, wie sehr, konnte ich nicht beurteilen, aber egal konnte er ihr nicht sein. Ich beschloss, meine Freundin darauf anzusprechen, da ich wusste, dass mein bester Kumpel schon sehr lange in Lina verliebt war, sich aber nie getraut hatte, den ersten Schritt zu machen.

  „Julia?“, fragte ich meine Freundin plötzlich. „Hast du mal für ein paar Minuten Zeit für mich?“
„Klar“, antwortete sie mir. „Wir gehen mal kurz raus an die frische Luft, wir sind so in 20 Minuten wieder da“, teilte sie Lina und Alex mit und so machten wir uns auf den Weg nach draußen. 

Dienstag, 17. September 2013

♥-Teil 13: Julia-♥ 

„Ich ziehe weg. Nach Frankfurt, das ist über 300 Kilometer weg von hier“, erwiderte meine beste Freundin und für mich brach eine Welt zusammen. Ich meine, wir kannten uns jetzt schon über 10 Jahre, ich war mit ihr gemeinsam aufgewachsen und sie war mir so unendlich wichtig geworden. Ich meine, klar hatten wir auch schwierige Zeiten in unserer Freundschaft, aber dies hatte uns nur noch enger zusammen geschweißt. Sie war der einzige Mensch (und mein Freund natürlich), dem ich zu 100% vertrauen konnte, nach all dem, was passiert war (damit meine ich das mit Max).Und jetzt? Sollten wir uns nur noch 2 mal im Monat oder sogar noch unregelmäßiger sehen? Bei diesem Gedanken wurde mir komisch. Ich ging auf sie zu, umarmte sie und brach in Tränen aus. „Oh mein Gott!“, sagte ich unter Tränen. „Wie soll denn so unsere Freundschaft bestehen, wenn wir uns nur noch so selten sehen? Ich meine, du lernst dann bestimmt neue Leute kennen, die dir viel mehr als Freunde zusprechen als ich es tue.“„Hör auf so eine Scheisse zu reden“, erwiderte sie. „Klar, ich lerne da bestimmt neue Leute kennen, aber du bist und bleibst trotzdem meine beste Freundin. Du bist so ein tolles Mädchen, Julia. Ich kann mit dir über alles reden und kann sicher sein, dass du es für dich behalten kannst und es nicht jemandem weitersagst, wenn ich das nicht möchte.“„Danke“, sagte ich einfach nur. Ich war in diesem Moment so überfordert und hatte keine Ahnung, wie ich mit der Situation umgehen sollte. „Ich empfinde genauso, Lina. Du bist mir auch sehr wichtig und ich verspreche Dir, dass ich den Kontakt nicht abbrechen werde sondern alles dafür tun werde, um ihn aufrecht zu erhalten. Vertrau mir, zusammen schaffen wir das“, redete ich ihr zu und umarmte sie fest.
Trotz des Versprechens war ich verwirrt. Naja, nicht verwirrt, aber ich meine, warum zog sie denn jetzt auf einmal weg? Ich hatte immer das Gefühl gehabt, dass es Lina und ihrer Mutter hier sehr gut gefallen hatte. Und jetzt zogen sie einfach weg.
„Warum zieht ihr denn weg?“, fragte ich und wischte mir die Tränen von den Backen.
„Weil meine Mutter in Frankfurt eine besser bezahlte Arbeit gefunden hat, als hier. Und da meine Eltern getrennt sind und mein Vater nicht viel zu meinem Leben beisteuert, muss Mama fast alles bezahlen…“, sie brach den Satz schlagartig ab und begann bitterlich zu weinen.

„Süße, ist schon okay. Ich versteh schon“, sagte ich und drückte sie fest an mich. 
Das Klingeln meines Handys riss mich aus der Umarmung.
„Ja?“, sagte ich, Lina noch immer fest an mich gedrückt.
„Hey, Schatz. Wo seid ihr? Ich warte auf euch.“
„Hey, Süßer. Uns ist etwas dazwischen gekommen. Wir kommen ein bisschen später okay?“, berichtete ich ihm.
„Ist alles okay bei euch? Geht es euch gut?“, fragte er mich besorgt.
„Jaa, ist es. Wir kommen so schnell wie möglich“, versprach ich ihm. „Okay, meine Süße. Ich freu‘ mich auf euer Kommen“, sagte er erleichtert und legte auf.
"Bist du bereit? Wollen wir weitergehen? Die anderen warten schon", erklärte ich ihr.

„Ach shit, stimmt ja“, sagte sie.
„Ist schon okay, Julian hat gesagt, er freut sich auf uns, komm.“
Zehn Minuten später waren wir an Julian’s Haus angelangt 
und wir klingelten an seiner Tür. Kurz darauf wurde die Tür von meinem Freund geöffnet, der mich sofort mit einem Kuss begrüßte. „Hey, ihr beiden, ich freue mich so, euch zu sehen“, sagte er und ergriff meine Hand. 

„Wir uns auch“, erwiderte ich und drückte seine Hand fest. „Wollen wir ins Wohnzimmer und uns da ein paar Filme ansehen?“, schlug mein Freund vor.
„Klar, super Idee“, stimmten wir ihm begeistert zu. „Was hast du denn da?“, fragte ich ihn. „Paar Horrorfilme, eine Liebesschnulze und einen Actionfilm“, berichtete er.
„Also ich wäre für den Actionfilm“, sagte er und grinste mich an, weil er genau wusste, dass Horrorfilme nicht so meins waren.
„Dann kann meine Freundin bei mir Schutz suchen, wenn sie Angst bekommt“, sagte er.
„Also ich denke, dass wir Mädels lieber den Liebesfilm gucken wollen“, warf ich sofort ein, weil ich wusste, wie sehr Lina diese Filme liebte. 

„Wie wäre es, wenn wir beides gucken? Dann ist für jeden etwas dabei“, schlug ich letzten Endes vor.
„Die Idee finde ich auch gut“, stimmte mir mein Freund zu und legte seinen Arm um meine Taille. Und am Ende stimmten alle zu. Wir begangen mit dem Horrorfilm, da wir Mädels das so schnell wie möglich hinter uns haben wollten. Als wir circa die Hälfte des Filmes angesehen hatten, fiel mir auf, dass ich Horrorfilme doch nicht so schlimm fand, wie ich anfangs erwartet hatte. Bei diesem Gedanken rutschte ich näher an meinen Freund heran, küsste ihn auf die Wange und drückte seine Hand.

Samstag, 14. September 2013

♥-Teil 12-♥ Julian

Kurz nachdem ich aufgelegt hatte, wählte ich Alex‘ Nummer.
„Ja“?, fragte er.
„Ja, hey. Ich bin’s Julian.“
„Hey. Alles klar bei dir? Was gibt’s?“, fragte er mich.
„Ja und bei dir? Ich wollte fragen, ob du heute schon was vor hast.“
„Nein, aber wir können uns gerne treffen, wenn du Bock hast.“
„Klar, also wir treffen uns zu viert: Julia und Lina sind auch noch dabei.“
„Hört sich gut an. Komm so um 18:30 Uhr zu mir, und nimm am besten Geld mit, dass wir nochmal in die Stadt oder so gehen können.“
„Geht klar man. Bis dann.“ 

Ich schaute auf die Uhr. Es war 17 Uhr. In anderthalb Stunden würde Alex kommen. Mir fiel schlagartig ein, dass ich kein Geld mehr zuhause hatte. Deshalb zog ich Jacke und Schuhe an und machte mich auf den Weg zur Bank. 

Nachdem ich das Geld abgehoben hatte ging ich wieder nach Hause und wartete darauf, dass die anderen kamen. 20 Minuten später klingelte es. Es war Alex.
„Hey. Wie geht’s dir?“, fragte ich ihn.
„Soweit gut und dir?“, antwortete er.
„Auch.“
„Was ist mit Lina und Julia?“, fragte er mich. „Ich habe mit meiner Freundin ausgemacht, dass wir sie so um 19 Uhr abholen“, antwortete ich ihm.
„Cool, cool. Der Abend wird bestimmt mega. Ich freu‘ mich voll, dass wir endlich mal alle was zusammen machen können, das haben wir ja noch nie so wirklich“, erwiderte er.

„Bestimmt, ich freu mich auch schon total“, sagte ich voller Vorfreude.
„Du, Alex, wir müssen los, es ist schon viertel vor 7. In einer Viertelstunde sollen wir Lina und Julia abholen“, erwiderte ich, denn ich hatte die Zeit voll vergessen. Und so machten wir uns auf den Weg zu dem Haus meiner Freundin, die mit Lina schon draußen im Hof wartete. Ich freute mich so, sie zu sehen. Ich ging auf sie zu, legte die Hände auf ihre Hüfte und küsste sie zur Begrüßung.
„Hey meine Süße“, sagte ich zu ihr, „ich freue mich so sehr, dich zu sehen.“
„Ich mich auch, ich habe Dich so vermisst“, erwiderte etwas traurig. „Aber jetzt bist du ja da“, fügte sie hinzu und lächelte mich an.
„Wir waren so mit uns selbst beschäftigt, dass wir völlig vergessen, dass Lina und Alex auch noch da waren.
„Lina? Alex?“, rief Julia plötzlich. „Wir müssen los!“
Einige Minuten später kamen die beiden die Treppe hinuntergelaufen und wir liefen los.
„Julia?“, erwiderte Lina nach einiger Zeit.
„Ja?“, frage meine Freundin Lina.
„Ich muss Dir was sagen, was ich dir schon länger sagen wollte, aber ich hab’s immer aufgeschoben, weil ich nicht wusste, wie ich es Dir sagen sollte. Aber da es jetzt nur noch einen Monat hin ist, muss ich es dir sagen.
„Was ist es denn?“, fragte Julia und ich sah‘, dass sie Angst vor der Antwort hatte. Deshalb stellte ich mich hinter sie, nahm ihre Hand und drückte sie fest. Sie sollte merken, dass ich ihr, egal was passieren würde beistehen würde und ihr helfen würde.

♥-Teil 11-♥ Julia

Deshalb rief ich ihn an. Ich traute mich einfach nicht, ihm gegenüber zu treten. „Ja?“, hörte ich ihn einige Sekunden später sagen.
„Ja. Hallo ich bin’s Julia. Ich wollte nochmal mit Dir reden.“
„Ok, und über was bitteschön?“, fragte er arrogant.
„Ich will einfach nur wissen, warum du mich so belästigst und mich bedrohst, aber das muss aufhören, das ist echt krank“, sagte ich und schluckte den dicken Klos, den ich im Hals hatte, hinunter. „Er kann dir nichts tun, er ist nicht bei dir. Du bist in Sicherheit“, versuchte ich mir einzureden.

„Ich belästige Dich? Ich spüre doch, wie sehr du mich willst….“, fing er an. 
Doch ich schnitt ihm das Wort ab. „Nein, so ist es eben nicht“, sagte ich ihm direkt. „Das bildest du dir ein.“
„Du lügst wie gedruckt, du kleine Schlampe. Du willst mich, aber willst es nicht zugeben, weil du Angst hast, dass dein Opfer von Freund eifersüchtig wird, den du ja so sehr „liebst“, sagte er und fing an zu lachen.
Jetzt wusste ich wenigstens die Wahrheit. Dieses Schwein liebte mich also noch. Mir wurde übel bei dem Gedanken.
„Was lachst du denn so dumm?“, fragte ich ihn aufgebracht. „Es ist die Wahrheit und glaub mir, würde ich dir jetzt gegenüberstehen, ich würde dir so richtig eine in deine Fresse schlagen, dass du endlich aufhörst, so einen Müll zu behaupten und dir die Welt schön zu reden. Glaub mir, das bringt nichts. Damit belügst du dich nur selbst. Such dir eine Freundin, die zu deinem Niveau passt, dass du endlich mal was in deiner Freizeit zu tun hast und nicht mehr auf deinen ach so amüsanten Gedanken kommst, mich zu nerven und zu belästigen“, sagte ich und legte auf.
Ich war so wütend, was bildete der sich eigentlich ein? Stand der auf Drogen? Mir war klar, dass mir jetzt nur noch Ablenkung helfen würde. Deshalb rief ich meine beste Freundin an. „Hey?“, fragte sie.
„Hey, Süße. Ich bin’s, Julia“, wie geht’s dir?
„Heey“, sagte sie erstaunt. Von dir hört man ja auch wieder was. „Was gibt’s?“
„Ich wollte fragen, ob du vielleicht Lust und Zeit hast, heute was zusammen mit mir, Julian und Alex machen möchtest..“
„Klar, warum nicht?“, fragte sie glücklich.
„Okay, ich frage Julian mal, wann es für ihn und Alex okay wäre. Ich ruf Dich gleich zurück.“
„Okay, ich freu mich.Bis gleich“

„Hallo?“, hörte ich Julian ins Telefon sagen, nachdem er es 2 mal hatte klingeln lassen.
„Hey, mein Süßer. Ich bin’s Julia“
„Heey wie geht’s dir, Schatz?“, fragte er liebevoll.
„Ganz okay und dir?“, sagte ich.
„Also mir geht’s sehr gut. Was ist los?“, fragte er besorgt.
„Sag ich dir später. Ich wollte fragen, ob du Lust und Zeit hast, heute mit Alex, Lina und mir was zu unternehmen.“
„Klar, warum nicht? Wie wär’s mit Kino?“, fragte er mich.
„Gerne. Hol‘ mich dann mit Alex zusammen so um 19 Uhr ab, okay?“
„Ok, abgemacht“, sagte er. „Ich liebe Dich über alles, meine Süße“, sagte er, was dazu führte, dass mein Herz um einiges schneller schlug, als vorher.

„Ich dich auch Schatz“, sagte ich. „Bis dann“. 

Montag, 9. September 2013

 ♥-Teil 10:-♥ Julian-
„Du bist so ein Arsch, Max!“, hörte ich meine Freundin panisch schreien. Was war los? Warum war Max hier? Was machte dieser Arsch bei meiner Freundin? Reflexartig öffnete ich die Augen und erblickte Julia, die gerade von Max eine Ohrfeige bekam. „Was hast du gesagt, Julia? Hast du gesoffen? Unsere Beziehung war total romantisch. Ich habe Dich wie eine Prinzessin behandelt, und dir jeden Wunsch von den Augen abgelesen.“
„Hast du Alzheimer?“, fragte Julia.
„Nein, und du kommst jetzt mit mir mit. Auf der Stelle“, befahl Max meiner Freundin.
„Träum weiter“, sagte sie nur.
„Schatz? Schatz? Kannst du mich hören?“, fragte Julia mich  hysterisch. „Ja“, antwortete ich ihr und öffnete die Augen.
„Ist alles okay bei Dir?“, fragte sie mich besorgt.
„Ja, passt schon. Was ist denn passiert? Warum war ich ohnmächtig?“, fragte ich sie. Ich konnte mir die Situation nicht erklären.
„Max hat mir wieder mal einen Besuch abgestattet und wollte mit mir „reden“. Dann fing er auf einmal an, mich wieder so ekelhaft anzumachen, ob ich nicht mehr von ihm wollte. Naja.. dann habe ich zu ihm gesagt, dass ich nichts mehr von ihm will, weil ich Dich liebe. Zum Schluss habe ich gesagt, dass er uns einfach in Ruhe lassen soll, schilderte sie mir.
„Wie hat er reagiert?“, fragte ich sie und war kaum fähig, zu reden, so baff war ich.
„Er war der festen Überzeugung, dass ich ihn mit dir nur eifersüchtig machen will und dann hast du geklingelt, aber dieser Sack wollte mich abhalten, zur Tür zu gehen und dann standest du hinter uns.“

Dieser Typ war echt krank. Ich wollte gar nicht darüber nachdenken, was hätte passieren können, wenn ich später gekommen wäre… Hätte er sie dann wieder vergewaltigt? –Ich durfte darüber nicht mehr nachdenken. Ich und Julia konnten froh sein, dass ihr nichts passiert war. Ich konnte Max einfach nicht verstehen: Er führt mit ihr eine Beziehung, sie liebt ihn über alles. Und dann missbraucht er ihr Vertrauen so stark, indem er sie zum Sex zwingt. Und jetzt, als er erfährt, dass Julia mit mir zusammen ist, dreht er so durch und macht sie fertig. Das passte doch alles gar nicht zusammen. Oder machte er das, weil er sie noch liebte, und ihre Aufmerksamkeit um jeden Preis an sich zu reissen? Ich konnte es mir echt nicht erklären und deshalb beschloss ich, mit ihm nochmal ruhig zu reden. Ich wollte einfach die Wahrheit wissen.

Samstag, 7. September 2013

Hey Leute.
Heute kommt die Fortsetzung von Teil 9 online (;

-- danke, dass ihr alle so fleissig mitlest ♥