Freitag, 4. Oktober 2013

Teil 16: -Julia-

Als wir wieder bei Julian zuhause waren, war es schon sehr spät. Deshalb beschlossen wir, uns fertig zu machen und zu Bett zu gehen, also Julian und ich, da Alex und Lina jetzt gehen wollten, denn ich und mein Freund wollten uns noch einen schönen Abend zu zweit machen.
„Shiiit“, sagte Lina auf einmal. 
Verwirrt schauten wir sie alle an. „Was ist denn los, Süße?“, fragte ich sie besorgt.
„Ich habe meinen Schlüssel zuhause liegen lassen und meine Eltern sind nicht da. Und ich will euch euren gemeinsamen Abend auch nicht nehmen. Ich meine, du und Julian seid noch nicht so lange zusammen und ich will euch eure gemeinsame Zweisamkeit gönnen und nicht dazwischen funken“, erwiderte sie.
Ehe ich antworten konnte, sagte Alex: „Lina, du kannst bei mir schlafen, wenn du möchtest.“ Und ich musste grinsen. Es war einfach ein Reflex, ich konnte mich einfach nicht zurückhalten. Aber ich hatte mir an diesem Abend eine neue Meinung über Alex und Lina gebildet, denn ich glaubte, dass sie mehr füreinander empfanden, oder zumindest Interesse aneinander hatten.
„Gerne“, erwiderte Lina. „Aber nur, wenn das für dich auch okay ist“, sagte sie und errötete etwas, als sie dies sagte. Man sah ihr ihre Überraschung und Unsicherheit zu 100 Prozent an, naja zumindest ich. Aber ich war ja schließlich auch ihre beste Freundin.
„Klar, warum sollte das nicht okay sein?“, fragte Alex. „Und du kannst auch gerne Schlafsachen von mir haben, weil du ja jetzt keine dabei hast. Abgemacht?“, fragte er Lina.
Man sah ihr an, dass sie glücklich, aber auch etwas überrumpelt zu gleich war. „Okay.“, sagte sie nur mit einem nicht zu übersehbaren Lächeln im Gesicht.
„Schatz?“, fragte ich ihn und mich übertraf langsam die Müdigkeit. „Wollen wir schlafen gehen, ich bin total müde.“
„Klar, ich bin auch kaputt. Lass uns schlafen gehen. Komm“, sagte er, nahm mich bei der Hand und führte mich zu seinem Kleiderschrank. „Du kannst dir eines meiner T-Shirts aussuchen“, sagte er zu mir und somit nahm ich mir das, was oben auf dem Stapel lag, heraus. Als ich es angezogen hatte, zog mir sofort dieser himmlische Duft meines Freundes in die Nase.
„Schatz, du riechst so gut“, sagte ich zu ihm und küsste ihn.
„Nicht besser als du“, sagte er und lächelte mich an. Dieser Junge war einfach perfekt. Perfekt für mich.
„Komm. Lass uns schlafen gehen“, sagte er und somit legten wir uns in sein warmes, gemütliches Bett. 

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fiel mir direkt auf, dass ich 1 neue Nachricht hatte. Als ich sie öffnete, stellte ich fest, dass sie von meiner besten Freundin war.

Hey Julia!
Wie geht’s dir? Der Abend mit Alex war noch wunderschön. Wir sind uns dabei bereits sehr nah gekommen und haben uns auf Anhieb gut verstanden. Wir haben noch beschlossen, einen Spaziergang zu machen und er hat darauf bestanden, dass ich seine Jacke anziehe, da er meinte, dass meine zu dünn wäre. Als wir nach Hause kamen, haben wir noch etwas gequatscht und sind dann schlafen gegangen. (Da es sehr kalt war,  haben wir gemeinsam in einem Bett geschlafen, die Nacht war sehr heiß..)
Liebe Grüße, ich drücke dich ganz fest- Lina
, las ich


Verwirrt las ich die Nachricht noch einmal durch. „Die Nacht war sehr heiß.“, hatte Lina geschrieben. Wie meinte sie das? Meinte sie das Klima oder war zwischen den beiden mehr passiert? Plötzlich wachte mein Freund neben mir auf.
„Schönen guten Morgen, mein Engel“, sagte er und küsste mich. Ich legte mein Handy zur Seite und begrüßte ihn ebenfalls.
Ich hatte nicht mehr länger Zeit, um über Lina’s Nachricht nachzudenken, denn ich war schon wieder vollkommen mit meinem Freund beschäftigt, der seinen Arm liebevoll um mich geschlungen hatte und mich liebevoll auf meine Lippen küsste. Dieser Mann war einfach ein Traum. MEIN Traum.
Aber er hatte gemerkt, dass ich über irgendwas nachdachte.
„Schatz?“, fragte er mich. „Ist alles okay bei dir?“
„Klar, alles gut. Wie geht’s dir?“, fragte ich ihn.
„Mir geht es auch gut, aber das hängt natürlich an dir“, sagte er und lächelte mich an.
„Hast du Hunger?“, fragte mich mein Freund.
„Und wie“, gab ich zurück. „Komm, lass uns was essen gehen“, schlug ich ihm vor.
„Nein“, sagte er nur.
Perplex sah ich ihn an. „Wie?“, fragte ich ihn.
„Ich bring dir das Essen hoch, lass uns hier im Bett essen“, erwiderte er.
„Okay, abgemacht“, sagte ich und blickte ihm hinterher, als er aus der Tür verschwand.

Einige Minuten später musste ich wieder an Lina denken. Ich war so neugierig. Ich musste ständig an sie und Alex denken. Was war letzte Nacht zwischen den beiden passiert? Waren sie ein Paar? Oder hatten sie nur mit einander geschlafen? Oder.. oder? Ich konnte es mir nicht erklären und deshalb beschloss ich einfach, sie persönlich zu fragen. Ich meine, sie war meine beste Freundin und sie würde mir sicher die Wahrheit sagen. 

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